8 Min. Lesezeit
Katrin Strabel
27. Juni 2026

Was ein Morgenspaziergang mit Fina über mich verrät: „Sie pfeift Dir was."

Manchmal braucht es einen Hund, der einfach losläuft, um zu merken, was wir uns selbst schon lange nicht mehr erlauben.

Brauner Labrador läuft frei über ein Feld im Morgenlicht, Schatten der Besitzerin im Vordergrund

Ich hatte mich gestern Morgen so auf unseren gemeinsamen Spaziergang gefreut, die Luft war noch so schön kühl und die Welt um uns herum noch nicht ganz wach.

Fina und ich waren ganz alleine auf unserer Runde. Ich machte die Leine ab, sie schaute mich noch kurz an, holte sich das Okay für ihren Freilauf und von da an war sie einfach weg. Ist quer über’s Feld gelaufen und hat geschnüffelt. Nicht ängstlich, nicht zögernd, nicht wild. Einfach… sie selbst, in ihrem Tempo. Plötzlich kamen uns zwei Hunde entgegen. Ich pfiff, Fina überlegte kurz und entschied sich dann einfach, den Hunden entgegenzulaufen und nicht zu mir zurückzukommen. Das gab es noch nie. Sie ignorierte meine Pfeife komplett und machte einfach ihr Ding. Ich kenne zwar beide Hunde und den Besitzer und wusste, dass alles gut ist, doch was lief da in mir ab…

Ich blieb stehen, fühlte mich kurz wie im falschen Film und dann begann ich innerlich zu lachen. Mir wurde wiedermal von Fina ganz klar eines meiner eigenen Themen vorgelebt. Was für ein Zufall! Die Hunde verstanden sich prima, alles war entspannt, wir kamen ins Gespräch und ich erzählte meinem Bekannten, was mir in diesem Moment durch den Kopf ging: dass Fina wiedermal mein größter Spiegel ist. Dass sie mir gerade zeigt, was ich mir in letzter Zeit wiedermal nicht erlaube – einfach losgehen, egal was andere denken. Mein Ding machen.

Er schaute zu Fina rüber, schmunzelte und meinte, dass er es schon beobachtet hätte, dass sie heute nicht auf mich hört und es sonst immer anders wäre. Und mit dem folgenden Satz hatte er mein Thema auf den Kopf getroffen: „Sie pfeift Dir was😊.“

Und er hatte recht.

Was hält Dich davon ab, einfach Dein Ding zu machen?

Schmaler Naturweg zwischen dichten Büschen mit Licht am Ende – Symbol für innere Blockaden und Transformation

Kennst Du das Gefühl? 

Da ist ein Impuls, eine Idee, ein Wunsch und alles fühlt sich richtig an. Doch fast im gleichen Moment meldet sich auch schon Dein innerer Kritiker – diese leise Bremse in Deinem Kopf, die Dich mit Fragen überhäuft:

  Was werden die anderen denken?

  Ist das nicht zu viel?

  Bin ich nicht zu laut, zu direkt, zu …?

Und Du hältst Dich zurück. Passt Dich an. Wartest, bis der Moment vorbei ist. Nicht weil Du schwach bist, sondern weil Du irgendwann gelernt hast, dass es sicherer ist, Dich klein zu machen, Dich nicht wahrhaftig zu zeigen und nicht groß zu träumen. Ein Schutzmechanismus, der Dich glauben lässt: Anpassung bedeutet Verbindung. Und zu viel sein ist unsicher, fast schon gefährlich.

Fina hatte in dem gestrigen Moment einfach Vertrauen und ist ihrem Instinkt gefolgt. Sie war einfach sie selbst – freudig, direkt und unbekümmert. Und die anderen Hunde? Die haben mitgespielt. Alles war fein.

Was passiert, wenn wir uns zeigen?

Hier möchte ich einen Moment innehalten. Denn dieser Gedanke hat mich gestern Morgen besonders berührt.

Wenn ich mich immer für zu viel halte – wenn ich meine Gefühle, meine Gedanken, meine Lebendigkeit zurückhalte, weil ich glaube, dass mein Gegenüber den Raum dafür nicht halten kann – dann nehme ich gleichzeitig nicht nur mir, sondern auch ihm etwas weg.

Und zwar, die Möglichkeit, zu wachsen.

Denn manchmal ist genau das, womit wir den anderen zu überfordern glauben, der Spiegel, den er gerade braucht. Und zwar nicht als Zumutung, sondern als Einladung. Als kleinen Anstoß, sich die eigenen Themen mal anzuschauen.

Echte Verbindung entsteht nicht dort, wo wir uns anpassen. Sie entsteht dort, wo wir uns zeigen. Offen, ehrlich, echt und lebendig.

Das ist kein leichter Gedanke, das weiß ich. Denn er bedeutet loszulassen – die Kontrolle darüber, wie andere uns wahrnehmen. Und das braucht Vertrauen. In sich selbst. In den anderen. Und in den Moment.

Schmetterling als Symbol für Transformation und persönliche Veränderung – Kafina Coaching
Schmetterling als Symbol für Transformation und persönliche Veränderung – Kafina Coaching

Ein kleiner Moment für Dich

Alte Holzbank mit weitem Meerblick im Gegenlicht – Einladung zum Innehalten und Nachspüren

Denk mal kurz an die letzte Situation, in der Du Dich zurückgehalten hast.

Vielleicht war es auch gestern, vielleicht heute Morgen oder auch schon vergangene Woche. Jemand hat Dich etwas gefragt und Du hast geantwortet, ohne wirklich zu antworten.

Bleib einen Moment dort, in dieser Situation. Doch nicht um Dich zu verurteilen, sondern um neugierig zu sein.

Was wäre passiert, wenn Du gesagt hättest, was wirklich in Dir los war? Nicht laut, nicht dramatisch – einfach nur echt?

Vielleicht wäre gar nichts Schlimmes passiert. Vielleicht hätte der andere gar nicht so reagiert, wie Du es erwartet hattest. Und vielleicht – ganz vielleicht – wäre in diesem Moment etwas Wundervolles zwischen Euch näher und lebendiger geworden.

Das ist keine Übung, die Du perfekt machen sollst. Es ist eine Einladung, einmal ganz ohne Druck hinzuschauen, Dein Thema zu fühlen. Und Dir immer öfter die Frage zu stellen: Was wäre das Schönste das passieren kann, wenn ich ganz ich selbst bin?

Was Fina weiß und ich manchmal vergesse

Tiere denken nicht darüber nach, ob sie gerade zu viel sind. Sie spüren einen Impuls und folgen ihm. Sie freuen sich und zeigen es. Sie wollen Nähe und kommen einfach zu uns.

Und genau das macht sie zu so ehrlichen Spiegeln für uns. Nicht, weil sie uns etwas beibringen wollen, nicht weil sie uns nerven oder ärgern wollen, sondern weil sie einfach sie selbst sind und uns damit zeigen, wie weit wir uns manchmal von uns selbst entfernt haben.

Fina pfiff mir gestern was. Und ich habe hingehört.

Wenn Fina kommt und einfach bleibt

Brauner Labrador sitzt neben seiner Besitzerin am Schreibtisch und schaut zu ihr hoch – Tiere spüren unsere Energie

Das erinnert mich an etwas, das ich Dir noch erzählen möchte – eine kleine Geschichte am Rande, die zeigt, wie direkt Tiere manchmal mit uns kommunizieren.

Manchmal kommt Fina mit einem besonderen Auftrag zu mir und nicht weil sie Hunger hat oder raus möchte. Nein, dann möchte sie etwas Besonderes. Sie setzt sich neben mich, wie in einem Wartezimmer und schaut mich an - mit diesem ganz speziellen Blick, den ich inzwischen kenne, und sofort weiß ich: Sie hat wieder eine Blockade, die sie gelöst haben möchte. 

Wenn ich selbst gerade in etwas vertieft bin und sie nicht gleich bemerke, dann bleibt sie einfach bei mir. Manchmal geduldig und manchmal schon etwas unruhiger, wenn es ihr dann doch zu lange dauert. Dann klopft sie mit ihrer Pfote, um mir zu signalisieren: ich halte diese Energie nur noch schwer aus. Und sie geht erst wieder, wenn wir ihre Blockaden gemeinsam gelöst haben und sie in ihr energetisches Gleichgewicht zurückgefunden hat.

Tiere spüren unsere Energie und wir dürfen lernen, auch ihre wahrzunehmen. Sie kommen nicht zu uns, um uns zu nerven, sondern weil sie entweder für sich Hilfe suchen oder, weil sie uns manchmal auf etwas in uns aufmerksam machen wollen. Oftmals vielleicht etwas zu direkt, doch immer liebevoll. 

Eine Frage zum Mitnehmen

Warum machst Du manchmal nicht einfach Dein Ding?

Nicht als Vorwurf, sondern als echte, neugierige Frage. Denn die Antwort darauf führt oft zu etwas viel Tieferem – zu einem Muster, das schon lange läuft. Zu einer alten Überzeugung, die längst ausgedient hat und die manchmal sogar schon in Deiner Ahnenlinie entstanden ist und gar nichts persönlich mit Dir zutun hat.

Schmetterling als Symbol für Transformation und persönliche Veränderung – Kafina Coaching
Schmetterling als Symbol für Transformation und persönliche Veränderung – Kafina Coaching

Meine Einladung an Dich

Stell Dir für einen Moment vor, Du gehst wie Fina einfach los. Ohne vorher zu prüfen, ob es passt. Ohne den Satz erst dreimal im Kopf zu drehen, bevor Du ihn aussprichst.

Wie fühlt sich das an?

Vielleicht ein bisschen leichter im Brustkorb, vielleicht ein ehrliches Lächeln auf Deinen Lippen, weil es niemandem zu gefallen braucht. Genau da hin darf der Weg führen – nicht als großer Sprung, sondern Schritt für Schritt, in Deinem Tempo.

 

 

 

Jeder Wandel beginnt in Dir 💫
Katrin Strabel

Kafina Coaching – Ganzheitliche Energiearbeit im Nürnberger Land

P.S.: Wenn Dir jemand in den Sinn kommt, dem diese neue Sicht auf so manche belastende Situation helfen könnte, teile sie gerne. Vielleicht ist sie genau die Einladung, die gerade einer Deiner Herzensmenschen braucht, um hinzuschauen und zuzuhören.

Adresse

Katrin Strabel
Von-Furtenbach-Str. 18
91244 Reichenschwand

So findest Du mich

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Hinweis

„Als psychologische Beraterin und Coachin, führe ich Beratungen und Anwendungen im Sinne des freien Gesundheitsberufs durch. Im Gegensatz zum Heilpraktiker und Arzt, stelle ich keine Diagnosen, führe keine medizinischen Untersuchungen und Behandlungen durch und gebe kein Heilversprechen. Meine Sitzungen dienen dem Zwecke der Gesundheitsvorsorge, der Entspannung, des Wohlbefindens und deiner Persönlichkeitsentwicklung. Dies kann auch bei bereits bestehenden Erkrankungen eine wertvolle Unterstützung sein, um zu lernen, was man selbst für eine stabile Gesundheit tun kann und gleichzeitig ersetzt meine Arbeit keinen Arztbesuch."